Eine smarte Ladeinfrastruktur ist nicht alles. Wie wird sich die Elektromobilität auf die Stadtplanung und auf die wirtschaftliche Wertschöpfung in unserer Region auswirken? Halten die Verteilnetze einem Umstieg auf die Ladung aus der Steckdose stand? Und dann bleibt noch die Frage nach der Ökobilanz der Autobatterien… Auf der anderen Seite bieten alternative Antriebe viele Chancen für innovative Player, ein Beispiel ist der Scooter der Post. Für viele ist eine Probefahrt mit einem Batterie-Pkw der Einstieg zum Umstieg, ob mit oder ohne Kaufprämie. Und auch in Baden-Württemberg laufen bereits Pilotprojekte mit elektrisch angetriebenen Schwerlastern.

Ob Güter- oder Personenverkehr, die Elektromobilität wird mit Sicherheit eine große Rolle spielen. Vielleicht ergänzt durch Plug in-Hybride – dadurch würden wir auch die Reichweitendiskussion umgehen. Die Veranstaltung fand am 09.10. im Rahmen des Electric Vehicle Symposiums auf der Stuttgarter Messe mit unseren Experten aus Politik, Antriebsentwicklung und Energiebranche in Stuttgart statt.

Auf dem Podium diskutierten:

Dr. Albrecht Schütte MdL, Fraktion CDU,  ist als Mitglied im Verkehrsausschuss des Landtags Baden-Württemberg nahe an der Basis für die E-Mobilität. Für ihn ist das Wichtigste, bei der Mobilitätswende die Menschen mitzunehmen. Dafür hält er weniger davon, den technischen Weg dorthin festzuschreiben, denn ein Technologiewandel lässt sich nicht von der Politik verordnen. Subventionen können eine Entwicklung allenfalls verzögern. Der Markt und die Menschen sind es, die über den Erfolg einer Technologie entscheiden.

Dr. Michael-Viktor Fischer, Geschäftsführer SMATRICS GmbH & Co KG hat von der IAA die Erkenntnis mitgebracht, dass die traditionellen deutschen Automobilhersteller in drei, vier Jahren ihre neuen E-Modelle auf den Markt bringen werden: Die Entwicklungs-Pipeline ist voll. Das muss auch so sein, weiß er: denn anders lassen sich die strengen CO2-Grenzwerte, welche die EU vorgegeben hat, nicht erreichen.

Ralf Bartelmeß,  arbeitet für die Daimler AG in der Vorentwicklung E/E Integration Trucks tätig und entwickelt und testet dort elektrische Antriebe für den Nutzlastverkehr. Dabei denkt er bereits einen Schritt weiter und fordert von der Politik, die Kosten für den Ausbau des Verteilnetzes gerecht zu verteilen, denn eine stabile Ladeinfrastruktur wird der entscheidende Faktor für den Erfolg von eTrucks sein.

Timo Sillober, Leiter Products, Digital, Sales & Marketing EnBW AG sorgt mit seinem Team für eine flächendeckende Schnelllade-Infrastruktur. Er ist selbst begeisterter Elektromobilist und will die Elektromobilität in den Tagesablauf des Kunden integrieren.

Für Videos, Fotos, Präsentationen und einen Bericht klicken Sie unten auf die entsprechenden Symbole.

Zu den Videos der Veranstaltung
Zur Bildergalerie der Veranstaltung
Zu den Dokumenten der Veranstaltung
Einen detaillierten Bericht zur Veranstaltung finden Sie in der zugehörigen Pressemeldung

*Foto: W.List