Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg gegründet
Ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Energienutzung und Klimaschutz ist das Ziel der Stiftung Energie und Klimaschutz Baden-Württemberg, die am 28. Februar 2008 in Stuttgart gegründet wurde.
![]() Ministerpräsident Günther H. Oettinger (Foto: W. List) |
Träger der Stiftung, die als Experten-Plattform zur offenen und sachlichen Diskussion effektiver Maßnahmen für den Klimaschutz im Bereich der Energienutzung und -erzeugung dienen soll, ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG.
Ministerpräsident Günther H. Oettinger begrüßte das Engagement der EnBW und die Zusammenarbeit von Fachleuten unter dem Dach der neuen Stiftung. „Der Klimaschutz stellt uns heute vor globale Herausforderungen, denen wir uns dringend stellen müssen. Dabei tangieren die Frage der Energiegewinnung und des Verbrauchs unsere Wirtschafts- und Lebensform sehr unmittelbar. Es ist wichtig, die öffentliche Debatte dar-über sachlich und besonnen zu führen.“ |
Lederer: „Klimapolitik bestimmender Faktor der Energiepolitik“
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„Die Klimapolitik wird global, europäisch und national immer mehr zu einem determinierenden Faktor der Energiepolitik“, erklärte Pierre Lederer, der stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der EnBW. Die EnBW unterstütze den von der Landesregierung angestrebten Energiemix aus 50 Prozent Kernenergie, 30 Prozent Strom aus fossilen Energiequellen und 20 Prozent Strom aus Erneuerbarer Energie. In Baden-Württemberg, so Lederer, werde das von der Bundesregierung vorgegebene Ziel, den Ausstoß von CO2 bei der Stromerzeugung um 30 Prozent zu senken, bereits heute übertroffen. „Die EnBW erzeugt heute insgesamt 7 Terawattstunden (TWh) aus erneuerbaren Energiequellen“, so Lederer. |
„Es ist unsere erklärte Politik, diese Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen weiter zu steigern. Dies bedeute eine gewaltige Anstrengung sowohl für ein Energieversorgungsunternehmen als auch für die Volkswirtschaft.“
Ohne die weitere Nutzung der Kernenergie würde das Land die bereits erreichte Spitzenposition im Klimaschutz verlieren. „Nur wenn uns gelingt, den angestrebten Mix zu halten, wird Baden-Württemberg auch die Spitzenposition in Fragen des Klimaschutzes halten können“, appellierte Lederer.
Offene und sachliche Diskussion aller Arten der Energieerzeugung
![]() Dr. Hans-Josef Zimmer, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Energie und Klimaschutz Baden-Württemberg und Technikvorstand der EnBW AG (Foto: W. List) |
„Die Herausforderungen der globalen Klimaerwärmung werden die Energiepolitik und die Energieversorgung nachhaltig beeinflussen und verändern“, erklärte Dr. Hans-Josef Zimmer, der Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Energie und Klimaschutz Baden-Württemberg und Technikvorstand der EnBW. „Schon allein aus diesem Grund hat die EnBW ein vitales Interesse an einer offenen und sachlich geführten Diskussion über alle Energieerzeugungsarten.“ Die energiepolitische Diskussion in Deutschland sei leider durch die vergangenen Jahrzehnte belastet. Auch die Energiewirtschaft habe nicht immer „ein glückliches Händchen“ bewiesen in der Art und Weise wie man gesellschaftlich strittige Themen der künftigen Energieerzeugung angegangen sei, so Zimmer. |
Im Rahmen der Stiftung solle „offen, tabulos und fair“ über alle Arten der Energieerzeugung diskutiert werden. Man werde sich nicht nur neuen Themen der Energieerzeugung zuwenden, sondern auch neue Mitdiskutanten einladen, um die Aktivitäten der Stiftung auf ein noch breiteres Fundament zu stellen.
Kuratorium renommierter Experten
Das Kuratorium der Stiftung bilden ausgewiesene Experten aus Forschung und Lehre sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Kuratoren kommen vor allem aus dem Südwesten Deutschlands, aber auch aus Frankreich, aus der Schweiz sowie aus weiteren europäischen Staaten. Die Kuratoren sind in ihren Bereichen jeweils ausgewiesene Experten und tragen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Perspektiven zu einem breiten und heterogenen Meinungsspektrum in dem Gremium bei. Die Tätigkeit der Kuratoren in der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg ist ehrenamtlich. Die in Tagungen des Stiftungskuratoriums erarbeiteten Themen sollen in die öffentliche Diskussion eingeführt werden.
Inhaltlich beschäftigt sich die Stiftungsarbeit in Diskussionsforen, Arbeitsgruppen und Workshops mit Analysen und Fragestellungen aus dem Bereich der Energieversorgung und Energienutzung im Zusammenhang mit dem Klimawandel und dessen Folgen. Einen Schwerpunkt bildet die Frage, welche Rolle die friedliche Nutzung der Kernenergie spielen kann, um die gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen. Grundsätzlich sind alle Formen der CO2-armen Energieerzeugung Betrachtungsgegenstand der Stiftung. Dazu gehören beispielsweise Perspektiven der Erneuerbaren Energien, Fragen der Energieeffizienz und Energieeinsparung sowie der Post-Kyoto-Prozess.
Ergebnisse sollen in die öffentliche Debatte einfließen
Die Stiftung will zur sachlichen gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Energie und Klimaschutz beitragen. Bei öffentlichen Debattenabenden, Symposien und Konferenzen werden die in den Kuratoriumssitzungen erarbeiteten Ergebnisse, Standpunkte und Thesen in die öffentliche Debatte eingebracht. Dabei bindet die Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg gezielt auch junge Wissenschaftler in die Diskussionen ein.
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