Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg: Debatten-Abend „Intelligente Netze“
 
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EnBW fordert „Windsteckdosen" für Windparks


Debatten-Abend der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg

Bei einer Veranstaltung der Stiftung Energie & Klimaschutz zu „intelligenten Netzen“ forderte der Technikvorstand der EnBW Regional AG, Dr. Thomas Gößmann, dass die Anreizregulierungsverordnung auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Netzausbau angepasst werden muss.

In Baden-Württemberg sollen nach der Planung der Landesregierung in den kommenden 10 Jahren rund 1.500 neue Windkraftanlagen installiert werden. Um diese Windenergie volkswirtschaftlich sinnvoll in die bestehenden Verteilnetze zu integrieren, forderte Dr. Thomas Gößmann, der Technikvorstand der EnBW Regional AG, im Rahmen des Debattenabends zum Thema „Intelligente Netze" der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg am 30. November in Stuttgart, die seit 2009 geltende Anreizregulierungsverordnung zu ändern.

Dr. Wolf-Dietrich Erhard, Vorstandssprecher der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg, beim Debatten-Abend „Intelligente Netze"
Dr. Wolf-Dietrich Erhard, Sprecher des Vorstands der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg
(Foto: W
olfgang List)

 

 

 

 

 

„Intelligente Netze": Debatten-Abend der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg
Podiumsdiskussion mit Experten aus den Gebieten Datenschutz, Verbraucherpsychologie, Industrie und Forschung, v. l. n. r.: Bernd Kowalski,
Ralf Klöpfer, Dr.-Ing. Thomas Gößmann, Dr. Wieland Backes, Prof. Dr. Wolf Fichtner ,
Dipl.-Psych. Sebastian Gölz (Foto:
Wolfgang List)

 

Dr.-Ing. Thomas Gößmann, Mitglied des Vorstands der EnBW Regional AG
Dr.-Ing. Thomas Gößmann, Mitglied des Vorstands EnBW Regional AG
(Foto: Wolfgang List)

Wie Gößmann vor Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ausführte, muss der Netzbetreiber nach geltender Rechtslage jedem einzelnen Betreiber einer Windkraftanlage einen eigenen Netzanschlusspunkt zur Verfügung stellen, über den der Strom eingespeist wird.

Bernd Kowalski, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), beim Debatten-Abend „Intelligente Netze" der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg
Bernd Kowalski, Abteilungsleiter Zertifizierung, Zulassung und Konformitätsprüfungen und Neue Technologien, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
(Foto: Wolfgang List)

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Dipl.-Psych. Sebastian Gölz, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), beim Debatten-Abend „Intelligente Netze" der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg
Dipl.-Psych. Sebastian Gölz, Projektleiter Intelliekon Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) (Foto: Wolfgang List)

Werden mehrere Windkraftanlagen in einem Gebiet installiert, habe dies zu Folge, dass dem folgenden Antragsteller, falls die Netze ihre Kapazitätsgrenze erreicht haben, eventuell nur ein für ihn ungünstigerer Netzanschlusspunkt zur Verfügung gestellt werden kann.

Prof. Dr. Wolf Fichtner, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), beim Debatten-Abend „Intelligente Netze" der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg
in der Bildmitte: Prof. Dr. rer. pol. Wolf Fichtner , Leiter des Instituts für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP), Leitung des Deutsch-Französischen Instituts für Umweltforschung (DFIU), Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) (Foto: Wolfgang List)

Volkswirtschaftlich sinnvoller wäre es, so Gößmann, in Gebieten, in denen künftig Windparks geplant sind, einen gemeinsamen Netzanschluss für alle Anlagenbetreiber, so genannte „Windsteckdosen", zu installieren. „Dies können wir aber im Moment nicht machen, weil die Anreizregulierungsverordnung ein solches Verfahren nicht vorsieht."

Ralf Klöpfer, Sprecher der Geschäftsführung der EnBW Vertrieb GmbH, beim Debatten-Abend „Intelligente Netze" der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg
Ralf Klöpfer, Sprecher der Geschäftsführung der EnBW Vertrieb GmbH (Foto: Wolfgang List)

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Dr. Wieland Backes (SWR) beim Debatten-Abend „Intelligente Netze" der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg
Der Moderator des Debatten-Abends, Dr. Wieland Backes (Foto: Wolfgang List)

Gößmann fordert deshalb die Bundesnetzagentur auf, die Anreizregulierungsverord-nung und die Art und Weise, wie die Netzbetreiber für ihre Tätigkeit bezahlt werden, zu ändern. Dies würde den Netzbetreibern eine vorausschauende Netzplanung zu ermöglichen. „Die Finanzierungslast kann nicht bei uns liegen, wenn wir kein konkretes Anschlussersuchen haben."

Diskussion mit dem Publikum beim Debatten-Abend „Intelligente Netze" der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg

Kritische Fragen aus dem Publikum beim Debatten-Abend „Intelligente Netze" der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg
Kritische Fragen aus dem Publikum
(Foto: Wolfg
ang List)

 

 
 
   
 
 
 
   

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© 2012 Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg
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