EnBW fordert „Windsteckdosen" für Windparks
Debatten-Abend der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg
Bei einer Veranstaltung der Stiftung Energie & Klimaschutz zu „intelligenten Netzen“ forderte der Technikvorstand der EnBW Regional AG, Dr. Thomas Gößmann, dass die Anreizregulierungsverordnung auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Netzausbau angepasst werden muss.
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In Baden-Württemberg sollen nach der Planung der Landesregierung in den kommenden 10 Jahren rund 1.500 neue Windkraftanlagen installiert werden. Um diese Windenergie volkswirtschaftlich sinnvoll in die bestehenden Verteilnetze zu integrieren, forderte Dr. Thomas Gößmann, der Technikvorstand der EnBW Regional AG, im Rahmen des Debattenabends zum Thema „Intelligente Netze" der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg am 30. November in Stuttgart, die seit 2009 geltende Anreizregulierungsverordnung zu ändern.
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Wie Gößmann vor Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ausführte, muss der Netzbetreiber nach geltender Rechtslage jedem einzelnen Betreiber einer Windkraftanlage einen eigenen Netzanschlusspunkt zur Verfügung stellen, über den der Strom eingespeist wird.
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Werden mehrere Windkraftanlagen in einem Gebiet installiert, habe dies zu Folge, dass dem folgenden Antragsteller, falls die Netze ihre Kapazitätsgrenze erreicht haben, eventuell nur ein für ihn ungünstigerer Netzanschlusspunkt zur Verfügung gestellt werden kann.
Volkswirtschaftlich sinnvoller wäre es, so Gößmann, in Gebieten, in denen künftig Windparks geplant sind, einen gemeinsamen Netzanschluss für alle Anlagenbetreiber, so genannte „Windsteckdosen", zu installieren. „Dies können wir aber im Moment nicht machen, weil die Anreizregulierungsverordnung ein solches Verfahren nicht vorsieht."
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Gößmann fordert deshalb die Bundesnetzagentur auf, die Anreizregulierungsverord-nung und die Art und Weise, wie die Netzbetreiber für ihre Tätigkeit bezahlt werden, zu ändern. Dies würde den Netzbetreibern eine vorausschauende Netzplanung zu ermöglichen. „Die Finanzierungslast kann nicht bei uns liegen, wenn wir kein konkretes Anschlussersuchen haben."
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Videos (Format: flv) zum Debatten-Abend „Intelligente Netze" der Stiftung Energie & Klimaschutz