Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg: Debatten-Abend „Zukunftsweisende Werkstoffe"
 
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Debatten-Abend der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg

Über die besondere Bedeutung von Werkstoffen für technische Innovationen diskutierten Experten bei einem Debatten-Abend der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg am 18. März 2010 in Stuttgart.

Technischer Fortschritt ist im Bereich der Energieerzeugung vor allem über die Verwendung und Entwicklung neuer, leistungsfähigerer Werkstoffe zu erreichen. Um beispielsweise den Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken auf über 50 Prozent zu erhöhen, müssen extrem hitzebeständige Werkstoffe entwickelt werden, die Betriebstemperaturen von 700° C standhalten, führte Dr. Hans-Josef Zimmer, Technikvorstand der EnBW Energie Baden-Württemberg AG und Vorsitzender des Stiftungsrats bei der Einführung aus.

 

 

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Die Akteure des  Debattenabends (v. l. n. r.): Prof. Roos, Dr. Backes,
Prof. Weissenberger-Eibl, Dr.Hahn (Foto: W. List)

„Innovative Werkstoffe - Chancen und Risiken aus Sicht der Zukunftsforschung“

Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl, Leiterin der Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung forderte, das Thema Rohstoffe nicht nur technologisch, sondern mit Blick auf die Wechselwirkungen mit anderen Zukunftstechnologien und dem politischen und gesellschaftlichen Kontext zu betrachten. In diesen komplexen Zusammenhängen spielten zum Beispiel die politische Stabilität und damit die langfristige Verfügbarkeit von Rohstoffen in den Förderländern der Rohstoffe ebenso eine Rolle, wie die gesellschaftliche Akzeptanz oder Fragen der Bildung. „Rohstoffe müssen mitgedacht werden, wenn es darum geht Zukunftstechnologien zu erforschen und zu entwickeln."

 

 

Werkstoffe - Basis und Motor für Produktinnovationen

„Werkstoffe und Werkstofftechnologien, sowohl klassische als auch neuartige, sind die Basis und der Motor für neue Produkte und Produktinnovationen", betonte Prof. Eberhard Roos. Werkstoffe stünden am Anfang der Wertschöpfungskette und prägen die Eigenschaften, Funktionalität und Qualität der Endprodukte sowie das Herstellungsverfahren. Roos wies darauf hin, dass eine Erhöhung der Effizienz häufig auch durch die Verwendung sogenannter klassischer Werkstoffe in einem neuen Anwendungsfeld erreicht werden könne. Neue Fertigungsverfahren und Fügetechniken müssten entwickelt werden, die der konkreten technischen Anwendung angepasst sind.

 

„Es kann heute nicht mehr eine Firma allein die Probleme lösen

In der anschließenden Diskussion bestätigte Dr. Karl-Heinrich Hahn, Leiter der Abteilung Physikalische Chemie und Informatik bei der BASF SE, die Einschätzung der Wissenschaftler. Während es früher in seinem Unternehmen darum gegangen sei, neue Moleküle oder Kunststoffe zu entwickeln, seien heute die meisten Werkstoffe bereits vorhanden. Die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren gehe deshalb immer mehr in Richtung Systeme: „Es kann heute nicht mehr eine Firma allein die Probleme lösen. Sie brauchen Partner entlang der Wertschöpfungskette, mit denen sie vertrauensvoll zusammenarbeiten."

 

 
 
   
 
 
 
   

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© 2012 Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg
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